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Fußball, Leichtathletik, Freizeit- und Gesundheitssport im FLVW-Kreis Bielefeld

Kreisentwicklung im FLVW - Bielefeld blickt nach vorn



Arbeitsgruppe entwickelt eine zukunftsorientierte Struktur für den Verband.

02.04.2026

In einigen Kreisen bereitet inzwischen vor allem die Sicherstellung eines geordneten Spielbetriebs Schwierigkeiten, da die Zahl der gemeldeten Mannschaften kontinuierlich zurückgeht. Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen arbeitet derzeit intensiv an einer zukunftsorientierten Weiterentwicklung seiner Kreisstrukturen. Ziel ist es, die Organisation des Verbands langfristig leistungsfähig, modern und effizient aufzustellen. Eine eingesetzte Arbeitsgruppe (Kommission Kreisentwicklung) arbeitet an der strategischen Strukturentwicklung, die den Verband für die Zukunft ausrichtet.

Die Herrenmannschaften liegen deutlich über der kritischen Marke von 90 (FLVW-Analyse). Dem Kreis gehören 89 Vereine an – 65 Fußball-, 12 Leichtathletik- und 12 Freizeit- und Gesundheitssportvereine.

Mit 123 Herrenmannschaften (Saisonbeginn 2025/2026) – davon 109 in den Kreisligen -, klaren Verwaltungsabläufen und moderner digitaler Infrastruktur erfüllt der Kreis Bielefeld alle Anforderungen an einen leistungsfähigen FLVW-Kreis.

Im Jugendbereich ist der Kreis Bielefeld breit und stabil aufgestellt: Über 440 Jugendmannschaften ermöglichen in allen Altersklassen einen geordneten und verlässlichen Wettbewerbsspielbetrieb – ein deutliches Zeichen für die Attraktivität und Lebendigkeit des Fußballs in der Region. Im weiblichen Bereich (Frauen und Juniorinnen) besteht hingegen weiterhin spürbares Entwicklungspotenzial. Hier stärken wir gemeinsam mit Vereinen, Nachbarkreisen und dem Verband die Strukturen und entwickeln die Mannschaftszahlen nachhaltig weiter.

Die Leichtathletik ist solide und zukunftsorientiert aufgestellt, mit weiterem Entwicklungspotenzial. Aktuell zählen wir zwölf Mitgliedsvereine, die sich aktiv engagieren und ihren Athletinnen und Athleten aller Altersklassen ein breites sportliches Angebot bieten. Vereine verfügen über gut etablierte Strukturen, qualifizierte Übungsleitungen und eine enge Zusammenarbeit mit Schulen, Sportämtern und dem FLVW. Dadurch können sowohl Wettkämpfe als auch Aus- und Fortbildungsmaßnahmen zuverlässig organisiert und durchgeführt werden. Der neue Leichtathletik-Ausschuss treibt die Weiterentwicklung aktiv voran – durch gezielte Nachwuchsförderung, moderne Trainingsangebote und Unterstützung der Vereine.

Wir gestalten die Gesamtstrategie aktiv mit und bringen unsere Perspektiven frühzeitig ein. Auf Grundlage der FLVW-Kreisanalyse lässt sich festhalten, dass Bielefeld kein Kreis ist, der aufgrund seiner Größe oder Struktur zu einer Fusion gezwungen wäre. Vielmehr können wir den laufenden Entwicklungsprozess aktiv mitgestalten. Bei uns sind seit dem letzten Kreistag (März 2025) alle satzungsverankerten Gremien und Positionen besetzt. Eine besondere Aufgabe kommt dabei auf den Kreisausschuss für Vereins- und Kreisentwicklung zu. Der Ausschuss unterstützt und begleitet Vereine und Kreisvorstand bei der zukunftsorientierten Ausrichtung des Fußballs und der Leichtathletik.

Bereits vor rund 15 Jahren gab es im FLVW erste Überlegungen, die Kreisstruktur neu zu ordnen. Damals wurde erwogen, die Fußballkreise an die politischen Kreisgrenzen anzugleichen. Für Bielefeld hätte dies bedeutet, dass die Vereine aus dem sogenannten "Altkreis Halle" dem FLVW‑Kreis Gütersloh zugeordnet worden wären. Zu einer umfassenden Kreisstrukturreform kam es jedoch nicht. Stattdessen entschieden sich einzelne Kreise für freiwillige Fusionen. Auf diese Weise reduzierte sich das Verbandsgebiet von ursprünglich 33 Kreisen - seit dem 1. Juli 2016 -auf nunmehr 29 Organisationseinheiten, die den Fußball-Spielbetrieb sowie die Leichtathletik-Veranstaltungen auf lokaler Ebene organisieren. Die Grenzen der jeweiligen Kreise sind dabei nicht immer deckungsgleich mit den Grenzen der politischen Kreise und kreisfreien Städte Westfalens.

Der Verband verfolgt mit der Kreisstrukturreform bis zum Jahr 2029 das Ziel, die Strukturen in Westfalen insgesamt zu modernisieren und zukunftsfähig auszurichten. Zwanzig FLVW‑Kreise gelten als realistischer Orientierungswert, und für die Umsetzung existieren zahlreiche Modelle. Es ergeben sich daraus vor allem folgende Perspektiven:

  • Bielefeld bleibt eigenständig (derzeit wahrscheinlichste Variante) und somit Stabilität und Verlässlichkeit für die Vereine. Die bestehenden Strukturen sind tragfähig und bieten den Vereinen weiterhin eine verlässliche Basis für Spielbetrieb, Qualifizierung und Serviceangebote. Der Kreis ist hervorragend aufgestellt. Eigenständigkeit heißt auch, dass wir Verantwortung übernehmen, Aufgaben selbst steuern und frühzeitig strategisch handeln.

  • Chancen für regionale Kooperationen. Unabhängig von formalen Strukturveränderungen könnte Bielefeld punktuell mit Nachbarkreisen – etwa in Teilbereichen des Jugend- und Frauenfußballs sowie der Leichtathletik – zusätzliche Synergien schaffen (z. B. gemeinsame Staffeln, Ausschüsse, Lehrgänge). Das stärkt die Region, ohne die Identität aufzugeben. Denkbar wäre auch, Randvereine aufzunehmen oder abzugeben. Wie sich eine mögliche Neuordnung der FLVW-Kreise auf die Staffeleinteilungen auswirken würde, müsste zu einem späteren Zeitpunkt final abgestimmt werden.

  • Eine Fusion ist derzeit wenig wahrscheinlich. Sie käme nur infrage, wenn der Verband grundlegende Strukturvorgaben macht oder OWL insgesamt neu zugeschnitten wird.

Wir werden den laufenden Prozess aufmerksam begleiten und unsere Vereine transparent über alle relevanten Schritte informieren (z. B. Infoveranstaltungen, Newsletter, Homepage). Sobald konkrete Empfehlungen oder Entscheidungen des Verbandes vorliegen, werden diese zeitnah über unsere bekannten Kommunikationskanäle veröffentlicht. Gleichwohl ließen sich durch schlankere Verwaltungsstrukturen und effizientere organisatorische Aufstellungen auch Kosten reduzieren.

Der FLVW-Kreis Bielefeld ist stark aufgestellt und geht die angestoßene Strukturentwicklung aktiv und konstruktiv an. In Zeiten des Wandels ist ein verlässlicher Kreis ein wichtiger Anker. Mit vorausschauender Planung gestalten wir den Entwicklungsprozess aktiv und nutzen unseren Gestaltungsspielraum konsequent. So können wir die Reform proaktiv nutzen, um uns als moderner und leistungsfähiger Kreis zu positionieren und den Entwicklungsprozess aktiv zu beeinflussen.

Unser Kreis kann die Reform proaktiv nutzen, um sich als modern und leistungsfähig zu positionieren. Aber: ein starker Kreis muss sich auf Veränderungen einstellen können:

  • Erwartung des Verbandes, aktiv an Zukunftsmodellen mitzuwirken.

  • Mögliche Anpassungen in Gremienstrukturen.

  • Notwendigkeit, Prozesse weiter zu digitalisieren.

  • Kommunikation gegenüber Vereinen, um Unsicherheiten zu vermeiden.

Weitere Ergebnisse der Kommission Kreisentwicklung erwartet Kreisvorsitzender Markus Baumann im Rahmen der turnusgemäßen Sitzung der Ständigen Konferenz Ende April.